Wie wir lernen – Begeisterung wecken

„Willst Du ein Schiff bauen, rufe nicht die Menschen zusammen um Pläne zu machen, die Arbeit zu verteilen, Werkzeug zu holen und Holz zu schlagen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, endlosen Meer.“ – Saint-Exupery

Lernen um zu begreifen
Die Freiraum Schule lernt nach dem Glocksee- und Differentiallehrplan. Das bedeutet: Kinder lernen am besten, wenn es aus eigenem Antrieb geschieht. Sie benötigen dafür einen geschützten Rahmen, ein entspanntes und inspirierendes Lernumfeld sowie Menschen, die sie dabei unterstützen. Lernen findet nebenbei statt, eingebunden in größere Zusammenhänge, etwa im Rahmen eines Gruppenspiels, beim Untersuchen einer Pflanze, bei der Umsetzung eines Projektes. Bestrafungs- und Belohnungssysteme, Selektion per Benotung, Einteilung nach Stunden und Fächern behindern die jedem Kind angeborene Begeisterung. Die Freude am eigenständigen Erforschen der Welt ist mit dem PISA Test nicht messbar.

Ein vielfältige vorbereitete Lernumgebung
ist daher wesentliches Element der Schule. So können die Kinder experimentieren, Neues kennenlernen und sich eigenständig oder mit Hilfe von LehrerInnen Interessensgebiete erarbeiten. Eine Werkstätte, ein Chemielabor, Schreib-, Lese- und Rechenspiele mit Selbstkontrolle, Sachbücher, Exkursionen, der Garten und die weitere Umgebung bieten den Kindern Anreize, ihre Welt zu erforschen.

Reflexionen statt Noten
Mehrmals im Jahr reflektieren die LehrerInnen mit den Kindern ihre Aktivitäten, um den Kindern Fortschritte, aber auch mögliche Einseitigkeiten bewusst zu machen. Da in der Freiraumschule spielerisch gelernt wird, ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass all ihr Tun gleichzeitig Spiel und Weiterentwicklung ist.

Freiraum (94)
LehrerInnen sind Begleiter
Sie sehen ihre Aufgabe darin, die Talente und Interessen der Kinder zur Entfaltung zu bringen. Sie leben von Vertrauen und Wertschätzung getragene Beziehungen vor und sorgen für ein inspirierendes Schulklima. Sie machen einfühlsam Lernangebote gemäß den momentanen Interessen jedes Kindes; sie achten auf die Einhaltung der Schulregeln, begleiten Schulversammlungen und dokumentieren die Aktivitäten und Entwicklungen der Kinder.

Die Welt von morgen
benötigt nicht Menschen, die sich vorgegebenen Lernaufgaben und Zeitabläufen fügen, sondern kreative, eigenverantwortliche und emotional intelligente MitgestalterInnen. Was in heutigen Regelschulen vermittelt wird, reicht nicht aus, um die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zu sichern.